Accessibility auf meiner Website – Aber wie?

Accessability

Wo fange ich an?

In früheren Artikeln sind wir bereits auf das immer wichtiger werdende Thema Accessibility eingegangen. Von der Frage, was damit überhaupt gemeint ist, welche rechtlichen Vorgaben relevant sind, Aber woher weiß ich, ob meine Website überhaupt eine Verbesserung in Bezug auf Accessibility nötig hat?

Und wie finde ich heraus, ob meine Website Accessibility-Probleme hat?

Innerhalb der TYPO3-Community hat sich ein eigenes Team gebildet, das sich spezifisch mit der Implementierung und Testung der Barrierefreiheit auf Websites beschäftigt, und bestrebt ist, Entwicklern Handlungsanweisungen zu geben und die dafür nötigen Tools bereitzustellen.

Aber bevor Sie Ihren Programmierern einen konkreten Auftrag zur Verbesserung geben, können Sie erstmal selbst testen, an welchen Stellen es hakt. Dazu gibt es einige frei verfügbare Gratis-Tools, sowohl als Add-Ons für Ihren Browser, als auch zur Installation auf Ihrem Rechner.

Add-Ons für Ihren Browser

Da die Besucher Ihrer Website viele unterschiedliche Browser verwenden, empfiehlt es sich, zum Testen zumindest die wichtigsten Browser zu verwenden.

  • Lighthouse ist das hauseigene Tool von Google, weswegen Sie am besten hier anfangen sollten, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Praktisch: Es liefert Ihnen auch gleich ein Audit über alle anderen wichtigen Bewertungskriterien, speziell über notwendige Suchmaschinenoptimierungen (SEO) und die technische Performance der Seite.
  • Axe Add-on für Firefox ist ein Add-On für Firefox.
  • Accessibility Insights for Web ist ein von Microsoft entwickeltes Add-On für den Edge-Browser.

Tools für spezialisierte Nutzungen

  • Stark-Plugin ist ein Add-On, das in Grafik-Programme integriert werden kann. Es dient spezifisch der Analyse der Farbkontraste und hilft dabei, eine passende Kombination zu finden. Es ist verfügbar für Adobe XD, Figma und Sketch. Man kann es aber auch direkt in den Chrome-Browser integrieren. Es mag aber für Ihren Grafiker praktischer sein, direkt aus dem Programm heraus zu arbeiten.
  • Wenn Sie viel mit downloadbaren PDFs arbeiten, ist der PDF Accessibility Checker (PAC 3) hilfreich. Das ist ein per Download installierbares Tool, das Ihnen dabei hilft PDF-Dokumente und -Formulare auf Barrierefreiheit zu überprüfen.
  • NVDA ist ein Screenreader für Windows, der zusammen mit Edge genutzt werden kann, und Ihnen Hinweise gibt, wenn Teile Ihrer Website nicht vorgelesen werden können.

Und dann?

Nun, sofern sie eines oder mehrere der oben genannten Tools genutzt haben, wissen Sie jetzt, ob Ihre Website im Bereich Accessibility Nachholbedarf hat. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das der Fall ist, denn realistisch betrachtet, blenden wir meistens solche „Nischenprobleme“ aus. Wenn Sie eventuelle Probleme erkannt haben, können Sie

a) die Fehlermeldungen exportieren und Ihrem Webmaster zur Verfügung stellen (Die Anleitungen zum Export sind i.d.R. im Tool erklärt), oder

b) den Webmaster generell auf das Problem aufmerksam machen, und ihn beauftragen, diese Fehler (soweit möglich) zu beheben. Er wird dann selbst Mittel und Wege finden, die Fehler zu identifizieren.

Auf jeden Fall werden wahrscheinlich mehrere Stellen involviert sein, vom Websitebetreiber, über die Programmierung bis hin zum Grafikdesign.

Abschließend…

Wir hoffen, Ihnen im Laufe der Serie zu Web-Accessibility, die Relevanz deutlich gemacht zu haben. Die Inklusion benachteiligter Mitmenschen erschöpft sich nicht darin, eine Rampe oder einen Lift einzubauen. So selbstverständlich die Nutzung der Internets für uns ist, vergessen wir leider viel zu oft, dass das es einen beträchtlichen Anteil an Mitbürgern gibt, die täglich schwer damit zu kämpfen haben. Egal, ob wir sie als Kunden, anonyme User, oder Mittel zum Zweck der Google-Optimierung sehen: Sie sind ein Teil unserer Gesellschaft und verdienen es als solche auch berücksichtigt zu werden.

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