Der „Google Tag Manager“

Google Tag Manager

Der Google Tag Manager erleichtert die Implementierung von Webanalyse Tools wie z.B. Google Analytics auf einer Website. Es lassen sich aber auch andere Tools einbinden, z.B. kann das Conversion-Tracking von Online-Marketingsystemen wie Google Ads und Bing Ads. Aber auch kostenpflichtige Tools zur Benutzerverfolgung lassen sich problemlos implementieren.

Was hab ich davon?

Der Vorteil liegt u.a. darin, dass dafür keine umfangreichen Änderungen im Code einer Website notwendig sind. Mit dem Google Tag Manager können Code Snippets wie Tracking Codes oder Conversionpixel auf Websites und mobilen Apps eingebaut werden, ohne dabei in den Quellcode einzugreifen. Es lassen sich auch benutzerdefinierte JavaScripts und HTML-Codes über den Tag Manager integrieren. Es muss lediglich einmalig der Google Tag Manager Code eingebunden werden. Alles Weitere lässt sich dann über die Browserbenutzeroberfläche aussteuern.

Der Tag Manager funktioniert dabei wie ein Container, in dem sich über das Tag Manager-Konto alle anderen Codes einfügen lassen. Einmal angelegt, erfasst er alle Interaktionen, die auf einer Website App stattfinden. Diese leitet er dann an die angebundenen Tools weiter. Eine Auswertung der Daten findet nicht im Tag Manager selbst statt, da er selbst keine Daten abspeichert, sondern nur weiterleitet. Das bedeutet, dass er DSGVO-konform ist.

Im Container kann anhand von Tags, Triggern und Variablen definiert werden, welche Interaktionen erfasst, und wie die dazugehörigen Daten interpretiert werden sollen. Diese sorgen dafür, dass die Daten auf der Website richtig gesammelt, geordnet und an das entsprechende Tool versandt werden. Im Prinzip wie eine klassische „Wenn/Dann“-Funktion.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Tags nicht auf einmal geladen werden, sondern nach und nach. Dies kann sich vor allem in positiv auf die Ladezeiten auf Mobilgeräten auswirken. Da Google angekündigt hat, im Zuge der Mobile First-Strategie, ab März 2021 nur noch mobile Seiten zu indexieren und Desktop-Seiten quasi zu ignorieren (plus einiger anderen wichtigen Änderungen), kann das mitunter für das Ranking vorteilhaft sein.

Und der Datenschutz?

Wie gesagt, der Tag Manager ist DSGVO-konform, trotzdem sollte er in der Datenschutzerklärung erwähnt werden, inklusive einer Erklärung, welche Tools daran angebunden sind. Eine Opt-out-Funktion für den Tag Manager ist nicht erforderlich, aber für die eingebundenen Tools kann das durchaus notwendig sein.

Fazit

Die kommenden Veränderungen der Google-Rankings und die Tatsache, dass in der schwierigen Corona-Zeit ein stärkerer Fokus auf die Online-Welt zumindest beschleunigt wurde, macht deutlich, dass die Analyse und Kontrolle der eigenen Website immer wichtiger wird. Egal ob Webshop oder reine Info-Seite, der User kommt nur wieder, wenn er findet was er sucht. Seine Interaktionen mit der Homepage geben dabei Aufschluss. Der Google Tag Manager ist dabei sicherlich ein hilfreiches Tool, das in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.

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